Manche sagen, er wird ein Überträger sein StudentenlistenEr sagt, dass er sich nicht politisch engagiert und bisher als Rektor der Universität Belgrad gearbeitet hat. Und jetzt ist die Zeit gekommen, in der er Reden bei Protesten hält, mit dem Premierminister spricht und die Autonomie der Hochschulbildung verteidigt.
Vladan Djokic Die Studentenliste steht fest hinter den Studierenden und ihren Forderungen. In einem Interview für die Geburtstags-Doppelausgabe von „Vremena“ (ab Donnerstag, 23. Oktober, am Kiosk erhältlich) behauptet Đokić, dass die Unterstützung der Bevölkerung für die Studentenliste noch weiter zunehmen werde.
„Das Interessante an dieser Liste ist die Tatsache, dass kein einziger Student auf dieser Liste steht. Sie zeigt auch, dass die Studenten wirklich wollen, dass der Staat funktioniert, und dass sie kein Interesse an der Regierung haben. Es ist also schon ein großzügiger Schritt, eine Geste, mit der sie zeigen, was sie wollen. Sie wollen nicht die Regierung, sondern einen funktionierenden Staat. Das ist eine starke Botschaft“, sagt Đokić.
Sowohl die Regierung als auch die Opposition sind besorgt.
Es sei spezifisch und beispiellos, sagt er, dass sich eine Bürgergruppe bilde, die „eine Erweiterung dessen sein soll, was sich die Studierenden vorgestellt haben und wofür sie sich seit einem Jahr einsetzen.“
„Das ist eine große Verantwortung und ich nehme an, dass es deshalb so lange dauert, bis die Liste zusammengestellt ist, also bis die Kandidaten ausgewählt sind, die auf der Liste stehen. Und das sind 250 Menschen, denen man vertrauen sollte und die dieses Vertrauen nicht missbrauchen sollten“, fügt der Rektor hinzu.
Wie er sagt, ist die „Besorgnis eines Teils der Opposition“ offenbar auf eine veränderte Machtverteilung zurückzuführen: Die Studenten seien stärker als die Opposition. Auch die Regierung sei darüber besorgt. Đokić ist überzeugt, dass die Studentenliste „immer mehr Unterstützung“ erhalten werde.
„Manche glauben, dass die Unterstützung mit der Zeit abnehmen wird. Ich bin der Meinung, das Gegenteil ist der Fall. Die Unzufriedenheit mit den Behörden wächst, und wenn in einem Jahr Wahlen stattfinden, werden die Studierenden meiner Meinung nach noch mehr Unterstützung erfahren als jetzt, unabhängig davon, was in der Zwischenzeit passiert.“
*Lesen Sie das gesamte Interview in der Geburtstags-Doppelausgabe von „Vremena“, die ab Donnerstag (23. Oktober) am Kiosk liegt. Oder noch besser: abonnieren zur digitalen Ausgabe, denn wir feiern den 35. Geburtstag unseres Wochenmagazins mit sogar 35 Prozent Rabatt