Am Freitag, den 14. Februar, sollte in der Bibliothek des Pfarrzentrums in der Gemeinde ein Vortrag des Theologen Blagoje Pantelić zum Thema „Aktuelle soziale Krisen und Christentum“ stattfinden. München, aber es wurde am Vortag aufgrund der Reaktion der serbischen Patriarchen, bestätigte Pantelić gegenüber „Vreme“.
„Es gab schon einige Tage vorher Druck vom Patriarchat.“ „Der Druck kam direkt vom Patriarchat und um Probleme zu vermeiden und keine neuen Unruhen zu verursachen, haben wir uns letztendlich dazu entschieden, die Vorlesung auf einen normaleren Zeitpunkt zu verschieben“, sagte Pantelić gegenüber Vreme.
Die Serbisch-Orthodoxe Kirche der Stadt München gab am Donnerstag, 13. Februar, bekannt, dass der Vortrag verschoben werde.
„Geleitet von dem aufrichtigsten Wunsch, keine Verwirrung und Unruhe unter den Gläubigen unserer Pfarrei zu stiften und unter Berücksichtigung der zahlreichen Briefe, die uns vom serbischen Patriarchat zugesandt wurden, sowie der Tatsache, dass in den sozialen Netzwerken abfällige, harte und unbegründete Äußerungen über unsere Kirche, aber auch über den geplanten Vortragenden, Herrn …, getätigt wurden. Blagoje Pantelić, der angekündigte Vortrag wird im Einvernehmen mit ihm verschoben“, heißt es in der Mitteilung der Serbisch-Orthodoxen Kirchengemeinde München.
Ziel der in der Münchner Kirchengemeinde veranstalteten Vorträge und Gespräche rund um den Glauben sei „seit jeher der Meinungsaustausch der Geistlichen und Gastredner mit den Gläubigen über wichtige und aktuelle Themen von Kirche und Gesellschaft“, heißt es in der Erklärung.
„Voraussetzung für diese Diskussionen war nie die absolute Zustimmung zu allen Ansichten eines Dozenten, da wir Einstimmigkeit und Einheitlichkeit als Voraussetzung für Meinungsfreiheit und Gemeinschaft in der Kirche für sehr gefährlich halten“, heißt es in der Erklärung.