Seit zehn Monaten suchen Bürger und Studenten auf der Straße nach Gerechtigkeit - Fr Studentenliste, wir sprechen über das Geschehene und die Bekämpfung der Kriminalität Jov Bakić, Professor an der Philosophischen Fakultät in Belgrad.
Gleichzeitig ist es auch die Titelseite der Ausgabe, die seit Donnerstag am Kiosk liegt.
In Bezug auf die „Studentenliste“ sagt Bakić, dass es sicherlich einige geben werde, die angesichts einiger der Namen, die auf dieser Liste bekannt gegeben werden, ein mulmiges Gefühl hätten.
„Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass es bei der Wahl zwei Oppositionslisten gibt, das heißt, dass die Oppositionsparteien ihre eigenen Listen bilden. Wenn also jemand Bedenken hinsichtlich eines Namens hat, soll er für die andere Liste stimmen. Das ist vielleicht nicht schlecht, und zwar im Interesse eines möglichst überzeugenden Sieges über das Regime“, gibt Bakić zu bedenken.
Er fügt hinzu: „Leider gibt es immer noch Menschen, die aus den 13 Jahren des verbrecherischen Regimes nicht gelernt haben, dass es sich ändern muss, ungeachtet der Abneigung, die wir gegenüber manchen Personen oder Parteien empfinden.“
„Das Regime wird sicherlich verschiedene Freunde Russlands, extreme und radikale Rechte in seinen eigenen Diensten, z. B. Dr. Nestorović, Vacić, sowie einige Freunde der USA wie Dr. Milić, vielleicht einige Pseudolinke mit Neigung zu China und wahrscheinlich einige völlig neue Gesichter ins Spiel bringen, um diejenigen anzuziehen, die die Gegner des Regimes verachten.“
Bekämpfung der Kriminalität
Auf die Frage, ob die Institutionen, selbst wenn sie sich etwas erholen, in der Lage sein werden, mit einem so imposanten Verbrechen umzugehen, an dem so viele Menschen beteiligt sind, antwortet Bakić:
„Mir scheint, dass es einen Kern von Leuten gibt, die eine ernsthafte Konfrontation mit der organisierten Kriminalität beginnen können. Ich glaube nicht, dass sie sich von der organisierten Kriminalität bestechen lassen werden, ungeachtet der Tatsache, dass sie zusammen mit einigen anderen Oligarchen an der Spitze der Regierung oder in der Nähe des Regimes die Köpfe krimineller Gruppen sind – die mit Abstand mächtigsten und reichsten im Land.“
Gleichzeitig muss man bedenken, dass jeder, der ihnen gefährlich und unbestechlich erscheint, ebenfalls liquidiert werden kann.
„Mit Entschlossenheit kann man die organisierte Kriminalität bekämpfen, auch wenn man sich bewusst ist, dass sie manche Menschen das Leben kosten kann“, glaubt Bakić. „Es ist wichtig, dass dieser Kampf breite gesellschaftliche Unterstützung findet, damit er kein vergebliches Opfer ist.“
Das gesamte Interview mit Jova Bakić lesen Sie in der neuen Ausgabe von "Vremena", die ab Donnerstag (18. September) am Kiosk liegt, oder Abonnieren Sie die digitale Ausgabe