Ein Journalist des französischen öffentlichen Dienstes und ein Polizist wurden in Lyon bei einem Zusammenstoß zwischen der Polizei und einer Gruppe maskierter Demonstranten verletzt, bei einem der 250 Proteste das ist weit verbreitet von Frankreich werden aufgrund der von der neuen Regierung des Landes angekündigten Sparmaßnahmen abgehalten, berichtet France 24.
Die Vorfälle ereigneten sich 90 Minuten, nachdem im Stadtzentrum eine friedliche Protestkundgebung begonnen hatte. Die Polizei hatte damals als Reaktion auf die von maskierten Demonstranten auf sie geworfenen Geschosse große Mengen Tränengas und Blendgranaten eingesetzt, schreibt FoNet.
Große Gewerkschaften in ganz Frankreich haben zu einem landesweiten Streik und Massenprotesten gegen den Haushaltsentwurf der Regierung für 2026 aufgerufen, der Einsparungen in Höhe von 44 Milliarden Euro vorsieht. Selbst wenn das Parlament dieser Regierung das Misstrauen aussprechen sollte, ist zu erwarten, dass der neue Premierminister Sébastien Lecornu in Sachen Einsparungen den gleichen Kurs beibehalten wird.
Reaktion auf den Streik – eine klare Warnung
Die Vorsitzenden der Gewerkschaften CGT und CFDT betonten, die Reaktion der Arbeiter auf den heutigen Streik solle eine „sehr deutliche Warnung“ an den Premierminister sein, bevor dieser Haushaltsmaßnahmen vorschlage.
Die Polizei schloss sich dem Streik der Arbeiter in Paris an, und der Generalsekretär der Polizeigewerkschaft, Gregory Jouron, wies darauf hin, dass auch sie „unter Budgetkürzungen zu leiden“ habe.
Žuron nannte als Beispiel, dass die Mittel für die Erneuerung des Fuhrparks verweigert wurden, sodass einige Fahrzeuge 200.000 Kilometer zurückgelegt haben, weshalb sie eine Panne haben und die Polizei nicht eingreift.
Auch das Gesundheitspersonal und die Apotheker streiken, sodass von 20.000 Apotheken heute fast 18.000 geschlossen sind.
Mehr als 70 Schulen seien ganz oder teilweise geschlossen worden, teilte die Regierung mit.
Das Bildungsministerium gab am Mittag bekannt, dass 23 Schulen komplett gesperrt seien, während vor 52 weiterführenden Schulen Blockaden errichtet worden seien und dass dies eine sehr kleine Zahl von insgesamt 3.700 Schulen sei.
Laut Posts aus sozialen Netzwerken stürmten Mitglieder der französischen Eisenbahnergewerkschaft das Gebäude des Wirtschafts- und Finanzministeriums in Paris, berichtete France am 24.
Quelle: FoNet