Die Freiheitsbewegung von Premierminister Robert Golob gewann Parlamentswahlen in Slowenien Bei der am 22. März abgehaltenen Wahl gewann die rechtsgerichtete Slowenische Demokratische Partei (SDS) von Janez Janša mit 28,54 Prozent der Stimmen, für die 28,19 Prozent der Wähler stimmten.
Die slowenischen Medien schreiben, dass es sich bei dieser zehnten Parlamentswahl in der Geschichte des unabhängigen Sloweniens eigentlich um eine Wahl zwischen dem liberalen Golob und dem rechtsgerichteten Janša handelte.
Die amerikanische Nachrichtenagentur AP schrieb heute Morgen, dass bei den Parlamentswahlen in Slowenien die regierenden Liberalen gegen rechtspopulistische Parteien antreten, was ein Hinweis darauf sein könnte, wohin sich Europa entwickelt.
Stimmen zählen
Der Sieg der Freiheitsbewegung zeichnete sich bereits in den vorläufigen Ergebnissen ab, die eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht wurden. Das slowenische Fernsehen verkündete, dass die Freiheitsbewegung mit 29,9 Prozent der Stimmen führte, während die SDS 2,4 Prozentpunkte weniger Stimmen erhielt.
Und dann, gegen 20:30 Uhr, verkündete die staatliche Wahlkommission, dass Janšas Partei auf der Grundlage von knapp 45 Prozent der ausgezählten Stimmen in Führung liege.
Zeitweise lagen die Ergebnisse fast gleichauf, SDS lag mit einigen zehn Prozentpunkten vor Freedom, dann gab die staatliche Wahlkommission bekannt, dass nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen die Freedom Movement weiterhin mit 28,47 Prozent führt, während SDS derzeit 28,40 Prozent der Stimmen erhält.
Bei 90 Prozent der ausgezählten Stimmen lag die SDS wieder vorn, und mit den nächsten fünf Prozent konnte die Bewegung von Premierminister Golob einen leichten Vorsprung erzielen.
Und so blieb es bis zum Ende der Stimmauszählung. Das slowenische Fernsehen berichtete über Ergebnisse zu fast jedem ausgezählten Prozentpunkt.
Die beste Lösung
Der Bürgermeister von Ljubljana, Zoran Janković, verfolgte die Auszählung der Ergebnisse im Hauptquartier der Freiheitsbewegung und erklärte zuvor gegenüber den Medien: „In diesen Krisenzeiten wäre die Regierung von Robert Golob die beste Lösung.“
Das Speisenangebot im Wahlkampfbüro der Freiheitsbewegung war vielfältig: Mini-Burger, Putensticks, Tortellini mit Hüttenkäse (einer Art Frischkäse, Wurda) und Spinat, Caesar Salad, Olivencroutons, Steak Tatar, Ofengemüse...
Alle Wahllokale in Slowenien, etwa 3.000 an der Zahl, schlossen um 19 Uhr.
Etwas weniger als 1,7 Millionen slowenische Staatsbürger hatten das Wahlrecht.
Quelle: SloTV/Dnevnik
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