Die erste Charta innerhalb der neuesten Deportation Offensive Deutsche Regierung Er ist vor zwei Wochen nach Afghanistan geflogen.
Der zweite verließ Hamburg an diesem Dienstag (17. September) in Richtung Belgrad und Skopje.
Wie die Bild-Tageszeitung berichtete, befanden sich darin 36 Menschen, überwiegend Bürger Serbiens und Kosovos, denen das Asylrecht verweigert wurde oder die aus anderen Gründen kein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben. schreibt DW.
Der Charterflug der polnischen Firma Enter Air wurde vom nördlichsten deutschen Bundesland Schleswig-Holstein gechartert, daher wird davon ausgegangen, dass die Abgeschobenen in diesem Bundesland registriert waren.
Serbien ist nicht Afghanistan
Anders als der Charter nach Kabul Ende August ist dieser Flug keine Sensation.
Während die Abschiebungen nach Afghanistan umstritten sind, weil die Bundesregierung keine diplomatischen Beziehungen zur Taliban-Regierung in Kabul unterhält und Menschenrechtsorganisationen auf die schlechte Lage in Afghanistan verweisen, scheint die Charta für Belgrad und Skopje Routine zu sein.
Auch im Fall des Westbalkans warnen Menschenrechtsorganisationen vor der schlechten Menschenrechtslage, insbesondere bei den Roma, doch allein im ersten Quartal dieses Jahres haben die deutschen Behörden bereits 795 Menschen nach Serbien abgeschoben und Kosovo.
Herrschaft auf dem Westbalkan
Bereits 2014 wurden die Länder des Westbalkans aufgrund der großen Zahl abgelehnter Asylbewerber zu sogenannten sicheren Ländern erklärt. Dies bedeutet, dass Personen aus diesen Ländern nach einem verkürzten Überprüfungsprozess abgeschoben werden können.
Um die Migration zu lenken, hat die Bundesregierung Anfang 2015 eine Sonderregelung für die Länder des Westbalkans eingeführt, die den Bürgern dieser Länder eine leichtere Beschäftigung ermöglicht – auch wenn sie über keine Berufsqualifikation verfügen.
Die Regelung, die lediglich einen Arbeitsvertrag eines deutschen Arbeitgebers voraussetzt, hat sich bewährt und wurde im Juni dieses Jahres von der Bundesregierung auf unbestimmte Zeit verlängert.
Druck auf die Regierung
Nach den Wahlerfolgen links- und rechtsextremer Parteien, die sich für eine Begrenzung der irregulären Migration einsetzen, ist der Druck auf die Regierung gestiegen, ihr Versprechen einzulösen, die Abschiebung von Menschen ohne Bleiberecht zu intensivieren.
Fakt ist, dass es sich bei dem Angreifer, der im August Besucher eines Stadtfestes in Solingen angegriffen und dabei drei getötet und ein Dutzend Menschen schwer verletzt hatte, um einen Syrer handelte, den die Behörden nicht nach Bulgarien abschieben konnten.
In den deutschen Medien tauchen häufig Berichte über Menschen auf, die nach langen Jahren und mehrfachen Abschiebungen nach Deutschland zurückkehren, um dort ihren Aufenthaltsstatus wiederzuerlangen.
Der jüngste in den Medien aufgedeckte Fall ist die Ausweisung eines Roma aus Serbien, der von den Behörden im süddeutschen Weiblingen ausgewiesen wurde, obwohl seine fünf minderjährigen Töchter, von denen vier deutsche Staatsbürger sind, in Deutschland leben.