Vereinigte Gruppe (UG) gab einen Wechsel an der Unternehmensspitze bekannt. Firmengründer Dragan Šolak wird nicht länger Vorsitzender des Beirats sein, und Vikotrija Boklag wird CEO der mehrheitlich im Besitz befindlichen BC Partners-Gruppe sein, berichtete Yahoo Finance.
Neuer CEO der Gruppe wird Stan Miller, sein Stellvertreter Libor Voncina.
„Während der sechsjährigen Partnerschaft mit der United Group haben wir gemeinsam mit Dragan und seinem Team die Größe des Unternehmens vervierfacht und es von einem regionalen Betreiber in eine der führenden europäischen Plattformen mit einer deutlich gestärkten Positionierung gegenüber der Europäischen Union verwandelt“, sagte Nikos Statopoulos, Vorsitzender von BC Partners, bei dieser Gelegenheit.
Nach dem strategischen Verkauf der UG-Vermögenswerte außerhalb der Europäischen Union konzentriert sich das Unternehmen nun auf wichtige Entwicklungsmärkte innerhalb der EU, erklärte Statopoulos. Mit ihrer nachweislichen Erfolgsbilanz in der Führung europäischer Telekommunikationsunternehmen sind „Sten und Libor die richtigen Manager, um UG in eine neue Phase seiner Strategie zu führen.“
„Wir danken Dragan und Viktorija für ihre bisherige Arbeit beim Aufbau des Unternehmens und wünschen ihnen viel Erfolg für ihre zukünftigen Bemühungen“, sagte Statopoulos.
Strategischer Wandel der United Group
Der Wechsel an der Spitze spiegelt die strategische Ausrichtung der United Group auf die Märkte der Europäischen Union wider, nachdem die Monetarisierung ihrer Telekommunikationsanlagen außerhalb der EU Anfang 2025 mit dem Verkauf von SBB an E& PPF und dem Verkauf von Net TV Plus sowie der Rechte an Sportübertragungen im Westbalkan an Telekom Srbija abgeschlossen wurde. Diese Vermögenswerte wurden für 1,5 Milliarden Euro verkauft, berichtet Yahoo Finance.
United Group bedient heute über 40 Millionen Nutzer und erwirtschaftet in seinen Schlüsselmärkten einen Umsatz von rund drei Milliarden Euro und ein EBITDAaL von rund einer Milliarde Euro.
Die United Group ist in acht Ländern aktiv und beschäftigt mehr als 15.000 Mitarbeiter. United Media betreibt 60 TV-Kanäle, 40 Portale sowie zahlreiche Print- und Radiomedien.
Tektonische Umbrüche auf dem serbischen Medienmarkt
In Serbien gehören zu dieser Gruppe die Fernsehsender N1 und Nova S, die Zeitungen und Portale Nova und „Danas“ sowie die Wochenzeitung „Radar“.
Wie "Vreme" bereits schrieb, besteht zwischen den Kabelfernsehanbietern N1 und Nova S ein Vertrag mit der SBB über die Übertragung und die Vergütung pro Anschluss. Dieser Vertrag gilt weiterhin, auch wenn die ehemalige Schwestergesellschaft SBB verkauft wurde.
Die Transaktionen der United Group führten zu einer tektonischen Verschiebung in der serbischen Medienlandschaft. Mittlerweile sind die Kanäle der Telekom in allen Netzen vertreten, und ihr Sender Arena Sport hat das Monopol auf Sportübertragungen.