Dass jemand einfach mit den Fingern schnippen und die Wirtschaft des Landes auf wundersame Weise sanieren kann, hat sich längst als unmöglich erwiesen, doch genau dieses Ziel verfolgte Aleksandar Vučić Ende des Sommers. Er veröffentlichte eine ganze Reihe von Maßnahmen - günstigere Energie für eine größere Anzahl von Bürgern, einmalige Unterstützung für Rentner Begrenzung der Handelsspannen in Geschäften.
Monat für Monat widerlegen statistische Wirtschaftsdaten, selbst von staatlichen Institutionen, die Behauptung eines besseren und einfacheren, vor allem aber reicheren Lebens für die Bürger Serbiens.
Die neuesten vom Republikanischen Statistikinstitut veröffentlichten Indikatoren zeigen, dass die Preise für Produkte und Dienstleistungen im November 2005 im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 2,8 Prozent gestiegen sind.
Laut Statistiken sind Friseure und Uhren am stärksten im Preis gestiegen, und zwar um mehr als zehn Prozent. Auch Dinge des täglichen Bedarfs sind deutlich teurer geworden. WohnungsvermietungRenovierung und Nebenkosten sanken im Durchschnitt um etwa sieben Prozent. Im Gegensatz dazu gingen die Preise für Musikanlagen und Bilder um ein bis fünf Prozent zurück, während bei Massenkonsumgütern, also Lebensmitteln, große Preislücken bestehen.
Ist das Essen billiger?
Die Menschen interessiert vor allem, wie viel Geld sie für Lebensmittel ausgeben müssen. Laut offizieller Statistik sind Lebensmittel im Vergleich zu November 2024 durchschnittlich 0,7 Prozent günstiger. Gemüse hat sich mit rund 18 Prozent am stärksten verteuert. Fisch, Milch, Käse und Eier sind etwa ein Prozent günstiger geworden. Bei diesen Lebensmitteln unterliegen die Gewinnspannen staatlicher Maßnahmen, die bis Februar 2026 auslaufen sollen. Dann wird ein starker Preisanstieg erwartet.
Andererseits ist Kaffee um 23 Prozent teurer, Obst um mehr als 13 Prozent und Säfte um etwa 10 Prozent.